Alle Artikel von Jörg Manner

Benni holt den Titel

Herzlichen Glückwunsch! Benni Böhm wurde am Sonntag in Asbach Regionsmeister im Jungen-Einzel. Im Finale besiegte er den Mülheimer Christoph Schenk und qualifizierte sich damit für die Rheinlandmeisterschaft. Conrad Czielinski belegt Platz vier. Benni war auch am Samstag bei den Aktiven-Regionsmeisterschaften in Kettig dabei - als einziger Spieler des TTC Olympia. In der Herren-B-Klasse zeigte er einige gute Spiele und qualifizierte sich für die Endrunde. An der Rheinlandmeisterschaft wird in der Schüler-B-Klasse auch Bennis Bruder David teilnehmen. Wer die beiden begleiten möchte, darf sich auf eine weite Tour ans Ende des TTVR einstellen. Die VEM findet am 12.12. in Kirchen an der Sieg statt.

10. November, 2010 · 1043 Views

Mit der Zweiten...

Mit der Zweiten sieht alles gut aus. Nur die Abfassung der Spielberichte lässt zu wünschen übrig. Dabei war das spektakulär und von keinem Experten nur im Ansatz so erwartet, was sich Freitagabend in Oberbieber abgespielt hat. Die Zweite hatte bei realistischer Einschätzung im Abstiegskampf nur im unteren Paarkreuz Siegchancen. Oben warteten mit dem Austriaboy Heiko Zecha ein Top15-Spieler der vergangenen Saison in der 2.Verbandsliga und Florian Henrich einer der besten Akteure unserer Klasse. In der Mitte standen Peter und Benni gegen Pfefferkorn und Röder ebenfalls vor unlösbaren Aufgaben. Ach so, Entschuldigung, das ist jetzt natürlich ein Spielbericht, das Neueste ist es nur wegen der zeitlosen Aktualität der Ereignisse. Es geht nämlich um die Chance des Außenseiters, die zu nutzen wir von Olympia schon häufiger in der Lage waren. Man denke an die entscheidenden Spiele der Ersten in der vorletzten Saison. Wenn man befreit aufspielt ist vieles möglich. Zum Beispiel eben dann zwei gewonnene Eingangsdoppel, ein Punkt oben und Benni gewinnt gegen Röder. Zweimal unten, Dieter und Conrad. Tatsache, wir führen sechs zu drei in Oberbieber. Dann der Auftritt der Birne. Ein absurdes Drama brachte der Berliner auf den Tisch. Wer kann so was spielen? Gegen Jörg Röder wird Peter immer besser, man weiß, wenn der mal in Fahrt ist?. Peter trifft und trifft und führt mit zwei zu eins. Im vierten ein wahrer Spielrausch. Das Schöne ist ja, dass der Peter auch alle Bälle kann. Und man ihm wirklich gut zugucken kann, wie er sich durch den Satz wühlt, Punkt um Punkt erkämpft. Es steht sechs zu zwei als Hans-Peter Pfefferkorn eine Auszeit nimmt. Allerletzte Chance ? und Jörg Röder schaltet jetzt ab. So was von Tunnelblick habe ich selten gesehen. Dieser Satz endet Elf zu sechs ? für Jörg Röder, der dem immer noch wacker fightenden Peter keine Chance mehr lässt. Neun Punkte in Folge. Fünfter Satz. Und der Oberbieberer macht weiter. Spielrausch nennt man das, peng, peng, mit den Rückhandnoppen weit raus, und die Vorhand hinterher. Peter fliegt durch die Box, kann sich nicht mehr wehren. Jörg Röder trifft alles. Es steht neun zu null. Achtzehn (18) Punkte hintereinander. Die allermeisten Spieler, die ich kenne, hätten jetzt die Kugel zweimal ganz schnell weggemacht, um nur schnell aus der Halle zu kommen und so schnell keinen Schläger mehr anzufassen. Mehr Frustration geht nicht. Das hatte ja alles nur vier oder fünf Minuten gedauert. Ein totales Debakel. Doch nicht so Peter, die Birne, der spätestens beim neun zu zwei wieder Hoffnung schöpfte. Und spätestens beim neun zu fünf war die Sache auch für den Oberbieberer wieder eng. ?Wenn der Peter das gewinnt, laufe ich nackt durch die Halle?, ließ unser Spielführer verlauten. Dazu kam es nicht. Röder zum 10 zu 5. Es war ein verzweifelter Kampf, den Peter kämpfte, aber er war ansehnlich und ehrwürdig. Bei neun zu zehn gab es einen sehr langen Ballwechsel zum 11 zu neun für die Gastgeber. Ich hatte die Aufsicht über das zu zählende zweite Einzel längst verloren und mir die Schimpfe des Mitspielers eingehandelt. Doch Peter hatte uns trotz Niederlage das Vorbild für den Rest der Partie geliefert. So muss man kämpfen. Und wir kamen noch einmal, trotz 6 zu acht-Rückstand. Conrad drehte sein Match, Torri und ich siegten im Schlussdoppel. Acht zu acht, wir können mithalten in der 2. Bezirksliga, was wir am Samstag durch ein 9 zu 4 gegen Rheinbrohl untermauerten. Natürlich muss erwähnt werden, und gleich lese ich den vermutlich wie immer lesenswerten Artikel des Sportwarts, dass das Spielniveau am Sonntagmorgen noch um einiges höher lag. Was ich als Zuschauer von Michael und vor allem Kiet geboten bekam, war wirklich sehenswertes Tischtennis vom Feinsten. Mehr Zuschauer hätte die Erste daher verdient, zumal in der Tabelle noch alles drin ist. Neues vom Vorstand: Wir haben investiert. Wie? Man wird sehen.

03. November, 2010 · 1095 Views

Surf´in click-tt

Surf´in click-tt Ich komme am Sonntagabend von meiner Radtour zurück (es ging von Castrop-Rauxel nach Essen), habe so an die 60 Kilometer in den Beinen, einige schöne Bilder von der Route der Industriekultur im Kopf und entsprechende Glücksgefühle ob der unfall- und pannenfreien Anstrengung, was nicht unbedingt zu erwarten war, und will nun ganz dringend wissen, was mir bei Absage dieser olympiafernen Veranstaltung geblüht hätte. Natürlich hätte meine Mannschaft auch verloren, wenn ich mitgespielt hätte. Vielleicht hätten wir wie gegen Lay den Ehrenpunkt oder noch zwei, drei mehr gemacht. Zum Sieg hätte es nicht gelangt. Und Verlieren, habe ich das schon mal erwähnt, macht auf Dauer keinen Spaß. Die Botschaft nach diesem Wochenende ohne Tischtennis lautet also: Nehmt Euch eine Auszeit, bevor Ihr gar keine Lust mehr habt, schont damit die Nerven und die Bilanz ? und seid nächste Woche wieder topmotiviert dabei. Das bringt, habe es gerade erfahren, sicher mehr, als voll Prass auf die untreuen Kameraden zwar jedes Spiel mitzumachen, damit aber auf Dauer Spaß und Motivation zu verlieren. Voraussetzung für den lockeren Umgang mit der eingegangenen Verpflichtung auf Teilnahme am Mannschaftsspielbetrieb ist jedoch ein funktionierender Verein mit unteren Chargen, die die abkömmlichen Stammkräfte gerne ersetzen. Und da schöpfen wir noch aus dem Vollen. Ohne Augenzeugenberichte gehört zu haben zeigen die bloßen Zahlen in click-tt ein zwar chancenloses, aber doch ambitioniertes Auftreten der Zweiten Mannschaft. Vorne gingen Böhm und Frei gegen Rünz und Krätzig ebenso über fünf Sätze wie Bomm gegen Stubutzki ? Markus hatte schon am Abend zuvor gegen Hans Linden gezeigt, dass er ansteigende Form hat ? und David Böhm, unser wertvollstes Talent, am Nachmittag noch überragender Spieler des Jugendspiels Olympia 1 gegen 2, bei der Verbandsrangliste letzte Woche die Nr.2 im Jahrgang 99 des TTVR, er gab gegen Mebus sein Debüt im Herrenbereich. Wie gesagt, ambitioniert, das vermutlich jüngste Herrenteam, das je für Olympia an die Tische gegangen ist, bei allen ist noch Luft nach oben. Weiter wird geübt. Und Samstag gegen Urbach gegen den Abstieg gekämpft. P.S.Thorsten, ehrlich, zuerst habe ich natürlich bei click-tt nach dem Ergebnis der Ersten geschaut. Gratulation zum Schlussdoppel. Die Moral stimmt. Nächsten Sonntag gegen Rheinbrohl sollten wir mal richtig viele Zuschauer haben.

20. September, 2010 · 1352 Views

Besser als im letzten Jahr...

Besser als im letzten Jahr? aber immer noch ziemlich miserabel. So könnte man den Saisonstart unserer Teams zusammenfassen. Wobei der normale Nert unter den Tischtennisspielern die Verantwortung für den Misserfolg, das ist bei Olympia nicht anders als anderswo, selten bei sich, seinen limitierten technischen Möglichkeiten, seiner mangelnden Wettkampfhärte, seiner nur unregelmäßigen Trainingsbeteiligung und vor allem seiner unkoordinierten Freizeitgestaltung sucht. Nicht zu reden von innerfamiliären Verhältnissen, wo man offensichtlich nicht willens oder fähig ist, dem Druck der Beziehungspartnerin auf gemeinsame Samstagabenderlebnisse argumentativ damit zu begegnen, dass der Mannschaftssport Tischtennis für das eigene seelische wie körperliche Wohlbefinden von extremer Bedeutung ist und die Treue zum Sport jene zum Beziehungspartner noch bei jedem unserer Mitglieder überdauert hat. Nein, die Verantwortung dafür, dass die Erste Mannschaft nach der Niederlage in Ochtendung am kommenden Wochenende beim prestigeträchtigen Derby in Moselweiß stark unter Druck geraten könnte und die Zweite Mannschaft sich trotz des passablen Unentschiedens gegen den Vorjahresvizemeister aus Ockenfels mit 1:9 Punkten weiter auf einem Abstiegsplatz befinden wird, liegt ganz allein an der Gestaltung des Spielplans. Um hier eine konkrete Person beschuldigen zu können, hat sich der Verfasser dieser Zeilen in seiner Eigenschaft als Öffentlichkeitsbeauftragter an jenem Freitag, dem letzten Schultag und Tag des brasilianischen WM-Aus, auf den Weg nach Engers gemacht und dort ohne jegliche Autorisierung die Termine der Ersten und Zweiten Mannschaft vereinbart ? in der Annahme, damit Schaden abwenden zu können, falls, wie befürchtet, der TTC Olympia als einziger Verein dem Staffeltag ferngeblieben und somit die Termine gänzlich diktiert worden wären. Anfang Juli zu wissen, welche Termine man nun drei oder vier oder acht Monate später hat, das entspricht aber nicht der Lebenswirklichkeit der meisten Olympianer. Ich achtete also darauf, dass die Ferientermine im Herbst spielfrei bleiben und wir von der Zweiten die dicksten Brocken am Anfang haben. Ohne TerminPLAN geht es nicht, wer wann in Urlaub, auf ein Konzert, eine Party oder doch nicht mehr Sonntagmorgens spielen will, das war aber in Gänze unbekannt. Eigentlich normal. In einer dynamischen Freizeit- und Familienkultur, in der sich die meisten von uns befinden, gehen die meisten Termine doch kurzfristig ein. Und wenn dann ein Spiel ist? Verlegen? Sollte gehen, ging früher problemlos, geht jetzt nicht mehr so einfach, das muss einem erst noch klar werden. Auch andere haben Termine. Der Samstagabend ist ein kritischer Termin, man hat da gerne Verständnis, wenn Ersatzverstärkung bereit steht. Das aber wird immer schwerer, denn zu den engen und langfristig zu planenden Terminen kommen jetzt auch noch Regeln, die die Ersatzgestellung erschweren und den miserablen Saisonstart noch weiter belasten. Jetzt wären wir aber nicht der TTC Olympia, würden wir aus dieser Not nicht wunderbare Tugenden entwickeln. Wenn denn die Jugend als Tugend gelten kann, denn, Plathomas Vorbild Platon folgend, das Schöne ist das Gute, und schön spielen sie, unsere jungen Hüpfer, von denen wir so viele haben wie noch nie. Deswegen wird hier auch keiner einzeln genannt, aber, und da gibt es auch keine Alternative, wir vertrauen euch allen. Ihr müsst spielen und Ihr dürft verlieren, denn es gibt noch den Welpenschutz. Übrigens auch für die Älteren, die in den Spielbetrieb einsteigen und sich die Blessuren von null-drei Niederlagen einfangen. (Man soll draus lernen, und besser werden, was aber dauern kann.) Und nächste Woche ist wieder ein Spiel. Und am Dienstag Training. Und die Saison hat erst angefangen.

12. September, 2010 · 1012 Views